Praxistransfer - Der Weg zur unbewussten Kompetenz

Praxistransfer
Vom Seminar in die Praxis

Haben Sie sich schon mal vor einem Seminar überlegt, wie Ihnen der Transfer der Inhalte eines Seminars am besten gelingt? Was Sie dabei unterstützen kann? Oder - falls Sie für Personalentwicklung verantwortlich sind - wie gewährleistet werden kann, dass sich die Investition in ein firmeninternes Seminar wirklich auszahlt? Viele Fragen, doch zuerst eine kleine Metapher.

Theorie und Praxis

Erinnern Sie sich doch mal wie Sie den Führerschein gemacht haben. Zuerst kam die Theorie, vielleicht sind Sie schon gleich mit Theorie und Praxis zusammen in diese Lernphase eingestiegen. Ein wenig Grundwissen hatten Sie bestimmt schon: Sie kannten die Verkehrsschilder, einige Verkehrsregeln und wahrscheinlich auch wo Sie das Lenkrad und die Gangschaltung im Auto finden.
Dann folgte das Zusammenspiel dieser verschiedener "Tools". Ins Auto reinsitzen, Schlüssel rein, Zündung an. Ah, Moment - den Rück- und Außenspiegel noch richtig einstellen. Handbremse lösen und blinken nicht vergessen. Nun in den Rückspiegel und in den Außenspiegel schauen ob die Fahrbahn frei ist. Und dann oh Gott, Kupplung treten, Gang einlegen, Kupplung langsam kommen lassen und Gas geben. So oder ähnlich könnte es gewesen sein, oder?

Das geschieht im einem Seminar

Sie hören und sehen Neues oder teils Bekanntes und sind auf der Stufe der bewussten Inkompetenz. Durch die Auseinandersetzung mit der Theorie in Übungssequenzen machen Sie die ersten Schritte in Richtung bewusste Kompetenz. Und nur durch weiteres Umsetzen im Arbeitsalltag wird das Gelernte zur unbewussten Kompetenz. Wenn wir wieder an das Autofahren denken: immer wieder ins Auto steigen und fahren. Inzwischen könnten Sie bestimmt schon im Schlaf fahren, wenn man die Augen nicht offen haben müsste.

Das Modell der vier Lernstufen nach Albert Bandura

Kompetenz-Stufe Zustandsbeschreibung
Unbewusste
Inkompetenz
Zufriedenheit
Naivität
Ein Defizit ist noch unbekannt, es besteht kein Bedarf, daran etwas zu ändern.
Bewusste
Inkompetenz
Unsicherheit Ein Defizit (z. B. Wissenslücke) wird erkannt. Es entsteht ein Bedarf.
Bewusste
Kompetenz
Vertrauen Das Lernen war erfolgreich, die neuen Kenntnisse sind anwendungsbereit, wenn auch zunächst unter Konzentration.
Unbewusste
Kompetenz
Sicherheit
Souveränität
Das Gelernte geht in die Intuition über und ist bei Bedarf automatisch (schnell und anstrengungsfrei) anwendbar.

Tipps für den Transfer

 
 
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