Zwei Definitionen erleichtern den Einstieg in das Thema:
- Führungsinstrumente sind konkrete Vorschläge zur Personalführung wie z.B. besondere Vorgehensweisen und Führungsstile.
- Führungsmodelle sind Komponenten der Personalführung, die mindestens ein Führungsinstrument enthalten. Führungsmodelle sollen in
erster Linie der Effizienzsteigerung dienen.
Der Prozess läuft im sogenannten Gegenstromverfahren ab:
- Führungskraft und Mitarbeiter finden unabhängig voneinander die ersten Teilziele, die sich aus den Unternehmenszielen ableiten.
- Beide formulieren erste Teilziele aus ihrer Sicht.
- Im Rahmen eines Zielvereinbarungsgesprächs werden dann die Ziele gemeinsam festgelegt.
- Der Mitarbeiter entwickelt für sich einen Maßnahmenplan, den er dann umsetzt.
- Die Führungskraft beurteilt regelmäßig inwieweit die Ziele erreicht werden und gibt Feedback an den Mitarbeiter.
- Gegebenenfalls greift der Vorgesetzte korrigierend ein.
Die Lösung finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Eine weitere Stolperfalle beim Führen mit Zielen ist die Vernachlässigung des Kongruenz-Prinzips. Das Kongruenz-Prinzip - oder auch AKV-Prinzip -
ist eine organisatorische Forderung, wonach Aufgabe, Entscheidungs-Befugnisse und Verantwortung übereinstimmen sollen. Um Ziele erreichen zu können
müssen sich Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung decken. Oder im Klartext: übertragen Sie Ihren Mitarbeitern nicht nur eine Aufgabe, geben Sie auch
Entscheidungsfreiheiten und Verantwortlichkeiten an Ihre Mitarbeiter ab!
Zielvereinbarungen machen nur Sinn, wenn im Unternehmen ein Zielsystem existiert. Dies ist der Fall, wenn alle hierarchischen Ebenen Ziele
definieren, die sich aus der nächst höheren Ebene ableiten.
Zuletzt noch der Lösungshinweis: die zweite Formulierung ist ein Ziel – haben Sie es gewusst?